2025
Im Dezember 2025
The credo for a better world
A Year of Paradigma – es knistert in der Luft. „Schwanzgesteuerte“ nevende creaturae, widerliche Kreaturen, denen ich das Menschsein abspreche, die den Planeten Erde an den Rand des Abgrunds führen; Exemplum: Putin ist kein Mensch! Tiere wären beleidigt, wenn man sie als Putin bezeichnen würde. Er ist ein nicht definierbarer Organismus, ein Etwas, das nach mehr als 80 Jahren Krieg und Frieden Frauen und Kinder abschlachtet. Er foltert und ermordet, wer ihm im Wege steht. Er macht alles dem Erdboden gleich und verbreitet Tod und Elend – als gäbe es kein Morgen. Wir, die ihn als Mensch bezeichnen, empören und bereichern uns, machen lukrative Geschäfte, sodass wir Kriege finanzieren, business as usual. Das nächste Umfeld, Sympathisanten und homo politicus hofieren das Monstrum.
Zum Paradigmenwechsel gehört das Fehlen von Ethik und Moral, expansio usque ad interitum – jede angestossene Entwicklung ist expansiv bis zur Vernichtung. Mit unserem Raubtierkapitalismus devastieren wir jede potenzielle positive Entwicklung. Die ganze Menschheit ist dem Zerfall nahe – „Sodom und Gomorra“. Wir gehen mit fliegenden Fahnen in „Sauglattismus“ verfallend unter. Der Egoismus und extrapolierter Narzissmus manifestieren sich im Trumpismus. Das Starke siegt, das Schwache hat keine Existenzberechtigung, ihm wird genommen, was er hat. Der Zeitgeist wird durch die Maxime „Gier frisst Hirn“, Willkür-herrschaft und das Spannungsfeld zwischen Macht und Missbrauch geprägt. Man nimmt, was man kann. Geiz ist geil. Es wird gelogen und betrogen, jeder nutzt die Gunst der Stunde zu seinem Vorteil aus.
Seit Menschengedenken stehen Psychopathen an der Macht, doch diesmal verfügen sie über Waffen, mit denen sie die Welt mehrmals vernichten könnten. Die Tech-Milliardäre installierten auf der Insel Islas de la Bahia der grösseren Insel Roatán „Próspera“, eine Sonderentwicklungszone (ZEDE), in der sie ohne Regeln und Gesetze tun und lassen, was ihnen beliebt – sie schaffen ihre eigenen Regeln und denken über ihre Unsterblichkeit nach. Wir sind a priori eine Tierart wie canidae, die eines Hundes und felidae, einer Katze oder hominidae, eines Menschenaffen. Mitunter begegnen wir einem Untier. Kein Tier wäre so „dumm“ wie homo animalis seine eigene Lebensgrundlage zu vernichten, die Luft zum Atmen, das Wasser, das wir trinken.
Kants kategorischer Imperativ verliert langsam an Bedeutung. Moral und Ethik und die Vernunft hätten das Potenzial, die Welt im Innern zusammenzuhalten. Ich bin mir bewusst, dass Wir-Ich an-und für-sich ohne unser Zutun von der Natur beschenkt sind: Sine intermissione – never-ending – pour toujours – ohne Unterbrechung – Tag für Tag sind Wir-Ich dazu aufgefordert, das Gute in uns zu kultivieren. Anhand: „Die Voraussetzung der Veranlagung zur Begabung der Vernunft“, die durch die Evolution als Präferenz übermittelt, inhärent dazu dient, sie selbst zu verwenden – im Gegensatz Kant, der von „a priori der Begabung zur Vernunft“ ausgeht; meinerseits im höchsten Fall a posteriori. Als radikaler Atheist und misanthropischer Optimist entwarf ich mit der Weiterführung des klassischen Existentialismus zum reduktionistischen Existentialismus einen neokategorischen Imperativ: Semper ita age, ut te ipsum ex te ipso ex animali in verum hominem creare possis – handle stets so, dass du dich aus dir selbst aus dem Tier zum „wahren Menschen“ erschaffen kannst. Für diejenigen, die sich als wahre Menschen verstehen.
j.bader