2026
5.3.26
Urceus ad fontem it, donec frangitur
In „Causa Trumpismus als extrapolierter Narzissmus,“ ziehe ich damit eine gerade Linie vom individuellen Charakterzug zum weltpolitischen Phänomen; so wie in Platons Überlegungen im Staat – „wie die Seele des Tyrannen beschaffen ist und wie sich daraus die Tyrannis als Staatsform entwickelt“. Ein politischer modus operandi wiederholt sich im Zugriff auf Macht, bis die institutionellen „Gefässe brechen“. „Trumpismus" ist für mich sowohl ein klinischer Diagnosebegriff als auch ein politisch-psychologisches Muster, das im reduktionistischen Existentialismus beschrieben wird. Trumpismus ist in pathologischer Form ein autoritärer Narzissmus: Er ist nicht die Krankheit einzelner Personen, sondern die politische Normalisierung narzisstischer Impulse: Hannah Arendt: Die Banalität des Bösen, die im Menschen als Möglichkeit angelegt ist, wo diese Impulse institutionelle Macht erhalten, droht Expansion bis zur Zerstörung gemäss I. Hauptsatz des RE: Expansio usque ad interitum. Trumpismus ist ein politisch-psychologisches Muster, das narzisstische Dispositionen systemisch verstärkt. Warum tendiert der Mensch dazu, Macht narzisstisch im Trumpismus zu inszenieren? In jedem von uns sind sowohl der Egoist als auch die Möglichkeit des autoritären Narzissmus angelegt – die politische Extrapolation einer anthropologischen Konstante. Der Trumpismus zeigt, wozu der Mensch fähig ist, wenn sein narzisstischer Impuls zur Staatsform wird, resp. der populistische Rechtsradikalismus im Neofaschismus entartet. Reduktiv endet der Autoritarismus in seiner extrapolierten Form als Diktatur. Ursprünglich geht die Bewegung von links- und rechtsextremistischen politischen Parteien aus (siehe Liste rechtsextremer Parteien und Organisationen). Diese Dynamik zeigt sich in unterschiedlichen Ländern zeitbedingt. In der Schweiz gibt es beispielsweise die rechtspopulistische und extremistische, faschistoide Bewegung, vertreten durch die SVP, oder in Deutschland die AFD und im früheren Deutschland die NSDAP, in Österreich die FPÖ, in Italien die Fdl, in Frankreich den FN/RN usw. Was sie alle vereint, ist ihre gemeinsame Haltung gegenüber dem Slogan bzw. dem Bewirtschaften: „Ausländer raus“, wie damals vor 70 Jahren: „Juden raus“. Diese Parteien sind laut, aggressiv und polemisch wie eh und je. Sie gehen gegen die Justiz und die Presse vor. Diese Institutionen stellen in einer Demokratie die Grundbedingungen für einen friedlich funktionierenden Staat dar und werden letztlich mit gewaltfreien Mitteln vom Volk als Souverän in einer direkten Demokratie geführt. Ein Staat, in dem Menschenrechte das höchste Gut sind. Nicht zuletzt: Im politischen und nichtpolitischen Raum ist die Unterscheidung in trias, der destruktiven Potenziale: I. Trumpismus (deren systemische Extrapolation im Autoritarismus liegt, das heisst, was Narzissmus vermag, ist im Trumpismus „hundertmal“ verstärkt – Psychopath). II. Narzissmus (steht im weitesten Sinne für die Selbstverliebtheit, Selbstbewunderung usw., bzw. der sich für wichtiger und wertvoller einschätzt, als Beobachter ihn charakterisieren – Soziopath) und III. Egoismus (sind Handlungsweisen, bei denen einzig der Handelnde selbst die Handlungsmaxime bestimmt – Egozentriker).
In Consequentia: Ich sehe keine wirksame Gegenbewegung, weil der Zeitgeist selbst die Bedingungen für sein Ende in sich trägt – nicht ausserhalb. Der Trumpismus als extrapolierter Narzissmus ist kein vorübergehender Irrweg, sondern eine Epoche – ein Weltzustand, der sich so lange ausdehnt, bis er an seine eigenen Grenzen stösst – expansio usque ad interitum – das heisst, von innen her sich auflöst, sei es durch Tod der Verursacher oder durch Auflösung einer Zivilisation.
9.2.26
Spiritus Temporis
Für die nächste nicht definierbare Zeit gilt Folgendes: Wenn Länder über Rohstoffe verfügen oder schwach sind und sie, die Herrschaftsansprüche geltend machen, sich nehmen, was sie wollen – (expansio usque ad imperitum I. Hauptsatz meines RE). Einige Staaten sowie Rohstoff- und andere Konzerne, die nach dem Raub von Ressourcen, Milliarden und Gewinnen streben, werden diesen Anspruch durchsetzen. Der Trumpismus, der als extrapolierter Narzissmus zu verstehen ist, hat sich zu einem Phänomen eines neuen Zeitgeistes entwickelt. Wir müssen nicht mehr nach der Wahrheit suchen, sie wird bestimmt. Sokrates kann sich so lange im Grab umdrehen, wie er will. Es gibt neben ca. 8 Milliarden Menschen nur eine Handvoll widerlicher Kreaturen, den Abschaum der Menschheit, die die Welt in ein Chaos stürzen.
Innerhalb der SVP creaturae generalis, z. B. Äsche, der die Justiz angreift (bei einer Rede im Bundeshaus) – das Heiligste in einer Demokratie ist eine unabhängige Justiz. Oder andere Despoten der SVP, die die vierte Gewalt angreifen und dem dummen Volk mitteilen: „Wir verteidigen die Schweiz und stehen für Recht und Ordnung“. „Ausländer raus“, so wie es weltweit alle rechtsradikalen, faschistoiden Populisten bewirtschaften. Apropos Jurisprudenz, Martin Burger, ehemaliger Präsident des Zürcher Obergerichts: Die Parteisteuer hat auch die Funktion eines Schutzgeldes. Im Mafia-Jargon ist das der Pizzo. Würde es zu Gerichtsfällen mit Rohstoffkonzernen kommen, wären unsere Richter weitgehend befangen – die Verlierer sind die Kläger. Dazu kommt: Eines, was die SVP und die weltweit agierenden Rechtsradikalen, wie die AfD verstehen, ist, Hass zu säen und Unruhe zu stiften, um die Macht des Stärkeren zu markieren.
Dank Trump wird der von ihm bewilligte Tiefseebergbau mit dem auftauenden Methanhydrat M+6H 2O (gefrorenes oder brennendes Eis), Methangase, CH4 freisetzen. CH4 ist 30 Mal stärker als Kohlenstoffdioxid, CO2 , so in Science veröffentlicht. Gigantische Mengen dieses Klimagases sind an den Kontinentalrändern als gefrorene Methanhydrate gebunden. Sollte sich dieser Prozess beschleunigen, hätte das nebst den Emissionen der Rohstoffkonzerne weitere unabsehbare Folgen für die Erderwärmung. Trump, der in eine psychiatrische Klinik entsorgt werden müsste, trägt dazu bei: indem er aus dem Klimaabkommen ausgetreten ist, die Bewilligung des Unterwasserbergbaus (Glencore) erteilt hat oder dies oder jenes Land beansprucht.
Den Rohstoffkonzernen, die mit diesen Despoten zusammenarbeiten, geht es um Milliardengeschäfte. Bevor die KKS aus unserer KOVI einen zahnlosen Tiger gemacht hat, hätte man mit Rohstoffkonzernen verhandeln können – jetzt nicht mehr.
Putin hat nach 70 Jahren wieder ein Land überfallen und Tod und Elend verbreitet. Er hat die Welt an den Rand des Abgrunds gebracht. Und motiviert gemäss meinem I. Hauptsatz, alle Trumpisten, das Gleiche zu tun. An jeder Ecke in der Welt entstehen immer mehr Kriege, weil jeder nimmt, was ihm nicht gehört. Putin wird in den nächsten Jahren niemand stoppen, wenn er nicht ermordet wird. Der Putin lässt weiter morden, foltern und vergewaltigen, Frauen und Kinder abschlachten und lässt auf offener Strasse sog. politische Gegner ermorden – so wie es ihm beliebt. Fehlt nur noch, dass die Kreatur Xi Jinping Taiwan überfällt. Gewalt ist nicht nur Mittel, sondern an alle die nicht verstehen wollen, die Botschaft. Wir, bzw. einige homo politicus, machen mit all den übelsten nevende creaturae, den widerlichsten Kreaturen und mit den Rohstoffkonzernen, die weitgehend Sitz in der Schweiz haben, die dreckigsten Geschäfte: business as usual. Wir können ein wenig Wutbürger spielen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn es den Mächtigen zu bunt wird, werden sie ihre Macht ausspielen. Das Volk darf wählen, wir, die den Ton angeben, wissen, was das Volk will – aber wir haben uns entschieden! Gemäss Demokratie, darf das Referendum ergriffen werden. Was dabei herauskommt, kennen wir.
Wir sind wieder in Zeiten der grossen Reiche und einzelnen Tyrannen angelangt, in denen das Schwache missbraucht und vernichtet wird.